Dienstag, 5. Oktober 2021
Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 5. Oktober 2021
Freitag, 10. September 2021
Samstag, 14. August 2021
Schullektüren
Die kulinarische Weltreise ‒ Dänemark: Stjerneskud!
| Stjerneskud lässt sich gut für mehrere Personen parallel anrichten. |
| Frische Krabben vom Wochenmarkt in Heide (Holstein) |
| Was nach dem Pulen übrigbleibt. |
| Radieschen, Gurke, Tomaten, gelbe Bete, Zitrone, Spargel |
| Gemüse und Zitrone aufschneiden. |
| Die Schollenfilets werden vor dem Braten leicht mit Mehl bestäubt. |
| Gemüse und Salat sind richtig, wenn das Brot langsam verschwindet. |
Dienstag, 6. Juli 2021
Was machst du eigentlich den ganzen Tag? 5. Juli 2021
Sonntag, 4. Juli 2021
Parfümfrei (unbezahlte Werbung)
Mal ein Update:
Als Anfang der 90er Jahre meine Duftstoffallergien (konkret Zedernöl, Eichenmoos absolue) diagnostiziert wurde, war es ziemlich aufwändig, den allgegenwärtigen Duftstoffen in Kosmetika, Wasch- und Putzmitteln zu entgehen. Dass ich genau wusste, wogegen ich allergisch bin, half nicht weiter, denn auf den meisten Verpackungen stand da (und steht auch heute noch) einfach "Parfüm" oder "Fragrance", oder, mein persönliches Highlight "natürliche Duftstoffe" - ob da Zedern oder Eichenmoos beteiligt sind, kann ich dann jeweils nur raten.
26 Duftstoffe sind derartig allergieauslösend, dass sie heute explizit auf einer Produktverpackung genannt werden müssen, sobald die Konzentration mehr als 0,01% bei abzuspülenden Kosmetika oder mehr als 0,001% bei Kosmetika, die auf der Haut bleiben, beträgt. Die schlimmsten Übeltäter unter diesen 26 (genannt hochpotente Allergene) sind Evernia Prunastri Extract (Eichenmoosextrakt), Evernia Furfuracea Extract (Baummoosextrakt), Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde (Lyral), Isoeugenol (Ylang-Ylang, Muskatnussöl). Mit meiner Eichenmoosallergie habe ich also eine der deklarationspflichtigen Substanzen erwischt.
Die weiteren potenten Allergene sind Cinnamal (Zimtaldehyd), Cinnamyl Alcohol (Zimtalkohol), Citral (Zitronenöl, Lemongras), Farnesol, Hydroxycitronellal, weniger potent aber immernoch einzeln deklarationspflichtig sind Alpha-Isomethyl Ionone, Amyl Cinnamal, Amylcinnamyl Alcohol, Anise Alcohol, Benzyl Alcohol, Benzyl Benzoate, Benzyl Cinnamate, Benzyl Salicylate, Butylphenyl Methylpropional, Citronellol, Coumarin, Eugenol, Geraniol, Hexyl Cinnamal, Limonene, Linalool, Methyl 2-Octynoate.
Auch ohne Chemiker*in zu sein, lässt sich erahnen, dass die meisten dieser Allergene natürlichen Ursprungs sind und z.B. aus Moos, Muskat, Zimt, Zitrone, Zitronengras, Anis und Gewürznelken gewonnen werden, bzw. in diesen Pflanzen vorkommen.
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| Pflanzliche Duftstoffe, z.B. aus Salbei oder Rosenblüten sind nicht unbedingt weniger allergen als synthetische. |
Deshalb helfen mir gerade solche Angaben wie "nur natürliche ätherische Öle" oder "natürliches Parfüm" oder "pflanzlicher Duft" genau gar nicht weiter - gerade dahinter verbergen sich wie gesehen die potentesten Allergene. Allerdings hilft mir auch die Deklarationspflicht nur bedingt, denn oft wirken schon geringere Konzentrationen schon reizend oder die Allergien betreffen andere als die 26 Hauptübeltäter, so dass letztlich nur die Option bleibt, parfümfreie Produkte zu nutzen. Leider ist auch "parfümfrei" nicht immer wirklich "frei", wie Untersuchungen des DAAB (Deutscher Allergie- und Asthmabund, siehe https://www.daab.de/ für weitere Informationen) gezeigt haben.
Als Allergikerin bin ich deshalb automatisch zur konservativen Konsumentin geworden. Was verträglich ist und den gewünschten Zweck (beispielsweise saubere Wäsche) erfüllt, wird wieder gekauft. Das geht oft jahrelang gut, bis Produkte ausgelistet oder vom Markt genommen werden oder die Zusammensetzung durch den Hersteller verändert wird. Ich muss dazu sagen, dass ich keine besonders empfindliche oder trockene Haut habe. Ich vertrage halt keine Duftstoffe, aber sonst ist alles gut und ich möchte deshalb kein mildes Waschmittel, sondern eines was eine ordentliche Waschleistung bringt, dabei aber eben nicht nach Regenwald oder Bergfrühling duftet.
Anfangs gab es keine große Auswahl, nur wenige Nischenprodukte im Standardsortiment der Drogerien sowie Ökoprodukte im Naturwarenhandel, der damals selbst noch sehr in der Nische war. Inzwischen ist die Palette relativ breit, gerade im Sortiment für Babykosmetik ist eine große Auswahl entstanden, die langsam auch in "ältere" Konsumentengruppen hineinwächst.
Für alle, denen es vielleicht ähnlich geht, deshalb hier eine aktuelle Zusammenstellung der Produkte die ich nutze (alle selbst gekauft und bezahlt):
- Waschmittel: Persil sensitive megaperls
- Feinwaschmittel: denk mit Fein- und Wollwaschlotion ultra sensitive
- Duschgel: verwende inzwischen eher Seife, aber sonst geht Alverde ultra sensitive Duschcreme oder Hipp Waschgel sensitiv
- Seife: Speick Arztseife sensitive oder Marseiller Seife ohne Zusätze
- Handseife: Handsan parfümfrei
- Deo: wechselnd entweder Nivea pure & sensitive oder Speick pure deo stick
- Gesichtscreme: lange habe ich die OLAZ Gesichtscreme sensitive verwendet, die war preisgünstig und gut, gibt es jetzt aber nur noch in Restbeständen zu kaufen, alternativ habe ich die Eigenmarken von dm und Rossmann ausprobiert (Alterra sensitiv Pflegecreme und Alverde ultra sensitiv Pflegecreme), beide sind mir aber letztlich zu fettig. Die ideale nicht zu teure parfümfreie Gesichtscreme suche ich noch. Schlimmstenfalls muss ich zur dramatically different moisturizing lotion von Clinique zurückkehren, die war meine erste Creme, die ich vertragen habe, aber leider nicht ganz billig...
- Creme für Hände, Füße, Körper: Neutrogena Deep Moisture sensitiv
- Sonnenschutz: Sundance Med ultra sensitiv
Montag, 21. Juni 2021
Die kulinarische Weltreise – Griechenland: Apfelkuchen mit Olivenöl und Walnüssen!
"Everyone needs a place to lay their weary head. For travelers visiting
Athens, Filoxenia Hotel is an excellent choice for rest and
rejuvenation. Well-known for its budget friendly environment and
proximity to great restaurants and attractions, Filoxenia Hotel makes it
easy to enjoy the best of Athens." sagt Tripadvisor. Und genau so war es: wir waren zu jung, um uns am grausligen Zustand des Hotels ernsthaft zu stören, wir brauchten täglich dringend "rest and rejuvenation" und to "enjoy the best of Athens" war der Grund, weshalb wir gekommen waren. Essen gehörte irgendwie nicht dazu. Wir kamen mehr oder weniger mit Flüssignahrung aus.
| Der Kuchen schmeckt wunderbar nussig und saftig. |
Als ich dann einige Jahre später für ein Jahr in York studierte, machte ich die klassische deutsche Expat-Erfahrung und vermisste richtiges Brot aus Sauerteig sowie Kaffee und Kuchen. Das Studentenwohnheim war nicht mit Backutensilien ausgestattet und so backte ich den einfachsten Kuchen für solche Fälle, der auch in einem englischen roasting tin für Truthähne gebacken werden kann: Hefezopf. Meine Mitbewohner erkannten darin allerdings keinen Kuchen.
| Vor dem Backen sieht der Teig überraschend schokoladig aus. |
"Auf die Frage, „Was ist Kuchen eigentlich?“ antworteten die Deutschen hier in meiner Umgebung spontan „etwas Süßes“, “Lecker“, „Genußmittel“, „ein süßes Gebäck“, „süß“, „Torte ohne Sahne“ „Arbeit und Genuß“, „ein Gebäckteil“, „süßes Gebäck in einer Form gebacken“ usw. Die Frage kann als eine sprachliche, handwerklich-fachliche und kulturelle verstanden werden, sie hat ziemlich komplexe Dimensionen. –Was das Wort Kuchen bezeichnet, ist nicht ganz genau zu definieren. Das zeigt zum Beispiel die Überlegung, die auf den ersten Blick klar aussieht: Kuchen ist anders als Brot. Aber selbst die Grenze zwischen Kuchen und Brot als Gebäck schwankt tatsächlich von Ort zu Ort, von Mensch zu Mensch, von Zeit zu Zeit, wenn man genauer beobachtet. Es gibt auch Produkte in der Grauzone, wie Hefezopf." lerne ich aus der Dissertation der japanischen Ethnologin Satsuki Sakuragi: "Zur sozialen Praxis und symbolischen Bedeutung des selbstgebackenen Kuchens".
| Zutaten für den griechischen Apfelkuchen. |
Wenn der Hefezopf in der Grauzone zwischen Kuchen und Brot wohnt, dann besiedelt der griechische Apfelkuchen, den ich mir von Tina von foodundco.de abgeschaut und geringfügig abgewandelt habe, die Grauzone zwischen Kuchen und Auflauf.
| Der griechische Apfelkuchen ist eher rustikal, die Äpfel müssen nicht geschält werden. |
Das ist ein Rezept, in dem die einzelnen Zutaten verschwinden. Der Kuchen schmeckt weder nach Olivenöl, noch nach Orangen oder Zimt, schon gar nicht weihnachtlich. Nussig und saftig beschreibt es für mich am besten. Ein wunderbarer Nachtisch, vielleicht zusammen mit einer Kugel Eis. Klassisch zur Kaffeestunde, oder als prima haltbarer Proviant aus der Lunchbox.
Meine Zutaten:
200 ml Olivenöl extra vergine
Saft einer Orange
2 Eier
2 cl Raki, Ouzo oder Calvados
200 g Zucker
2 TL Backpulver
1,5 TL Zimt
200 g Vollkornweizenmehl
75 g grob gehackte Walnüsse
etwas Butter für die Form
2 EL Zucker, gemischt mit 1/2 TL Zimt
3 große Äpfel
1 EL Rosinen oder Korinthen
Zubereitung:
Backofen auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform oder Backform mit Backpapier auslegen, das Backpapier großzügig mit Butter einstreichen. Die Zimt-Zucker-Mischung auf das Papier streuen.
Das Kerngehäuse der Äpfel ausstechen und die Äpfel in ca 1 cm breite Scheiben schneiden. Die Form mit den Äpfeln auslegen und die Äpfel etwas andrücken. Die Lücken zwischen den Äpfeln mit einem Teil der Walnüsse und den Rosinen ausfüllen.
Dann zunächst alle flüssigen Zutaten gut verrühren und anschließend die übrigen Zutaten flott einarbeiten und die Masse über die Äpfel in die Form gießen.
45-60 Min. backen. Die Backzeit ist abhängig von der Backform (hohe Form aus Keramik dauert länger als flache Form aus Metall. Den Kuchen nach dem Backen für einige Minuten in der Form stehen lassen, dann auf eine Platte stürzen und das Papier vorsichtig abziehen. Der Kuchen schmeckt besonders gut am nächsten Tag, dazu passt Sahne oder Vanilleeis.
Die anderen Mitreisenden haben diese Rezepte gefunden: Britta von Brittas Kochbuch mit Ein Reisebericht Britta von Brittas Kochbuch mit χωριάτικη σαλάτα – Griechischer Bauernsalat Sonja von fluffig & hart mit griechisches Stifado mit Lamm Sonja von fluffig & hart mit Giouvetsi – griechische Lammkeule mit Kritharaki Britta von Brittas Kochbuch mit σουβλάκι - Souvlaki Sylvia von Brotwein mit Souvlaki - Griechische Fleischspieße vom Grill Sylvia von Brotwein mit Sesamkringel Rezept - knusprige Sesamringe Sylvia von Brotwein mit Gemüsespieße zum Grillen Ulrike von Küchenlatein mit Weiße Bohnensuppe – Lefkí fasoláda Ulrike von Küchenlatein mit Karottenkuchen mit Walnüssen – Kéik karótu Wilma von Pane-Bistecca mit Spanakopita - griechische Spinat Paeckchen Wilma von Pane-Bistecca mit Paidakia - griechische Lamm Kotletten Anja von GoOnTravel.de mit Kourabiedes (Butterplätzchen mit Mandeln) aus Griechenland Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Octopus-Stifado (Χταπóδι Στιφáδο) und Patates riganates Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum mit Sesamkringel Simone von zimtkringel mit Paximadi - kretischer Zwieback Ulrike von Küchenlatein mit Auberginen-Stifado Wilma von Pane-Bistecca mit Ellinikos Lemoni Patatas - griechische Zitronen Kartoffeln Susanne von magentratzerl mit Gefüllte Paprika mit zitronigen Kritharaki und Zaziki Britta von Brittas Kochbuch mit παστίτσιο – Pastitsio Wilma von Pane-Bistecca mit Moderner griechischer Salat Ulrike von küchenlatein mit Gyros mit Metaxa-Sauce Susanne von magentratzerl mit Lammragout mit Zucchini, Artischocken und Zitronensauce Simone von zimtkringel mit Dakos Jens von Der Reiskoch mit Rindfleisch-Giouvetsi aus Griechenland Barbara von Barbaras Spielwiese mit Auberginenhappen mit Tomaten und Feta Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Hähnchen mit Trahanas Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Spanakopita - griechischer Spinatkuchen Britta von Backmaedchen 1967 mit Horiatiko Psomi griechisches Landbrot





