Dienstag, 31. März 2020

sauerteigbrot aus roggenmehl - einfach und schnell

da der sauerteigbrot-post momentan in der abrufstatistik stark nach oben gerückt ist, hier nochmal eine kurzversion der anleitung mit bildern. wer mehr zu hintergründen und varianten wissen will, findet alles in dem verlinkten post aus dem letzten jahr.

zutaten:
  • starterkultur
  • 1kg roggenvollkornmehl
  • wasser
  • salz
  • öl
  • brotgewürz
  • saaten, nüsse oder haferflocken (hier: haferflocken)

den teig starten:

die starterkultur in eine teigschüssel umfüllen.


4 tassen mehl in die teigschüssel geben, in das gefäß in dem die starterkultur war, 1 tasse mehl zum auffrischen geben.


in die teigschüssel 4 tassen wasser (im sommer reichen 3 tassen) geben, in das starterkulturgefäß 1 tasse wasser.

starterkultur gut verrühren, deckel drauf und ab in den kühlschrank.

in die teigschüssel die weiteren brotzutaten geben: 2 teelöffel salz, gewürz, haferflocken, ein guter schuss öl.

alles ca 1 minute lang zu einem teig verrühren.

mit einem tuch abdecken und 8-12 stunden, am besten über nacht, gehen lassen.

danach ist der teig locker und hat sich ausgedehnt.

das restliche mehl einarbeiten, das dauert 2-3 minuten.



den teig wieder abdecken und noch einmal 6-10 stunden gehen lassen.

nach der zweiten teigruhe ist der teig wieder deutlich gelockert.

den teig eine geölte backform mit deckel umfüllen und glatt streichen.

 abgedeckt noch einmal 1-2 stunden gehen lassen.

backofen auf 190 grad vorheizen, und das brot 2 stunden mit deckel backen.


aus der form nehmen. beim klopfen sollte das brot dumpf oder hohl klingen. auf einem gitter auskühlen lassen.

montag 30. märz 2020

ich stehe nicht ganz so früh auf und frühstücke mit dem liebsten, es gibt aufbackbröten, dazu käse, wurst und kaffee. danach habe ich zeit zu lesen und für yoga, bevor ich mich dem putzen widme, heute ist das große programm dran, mit schwerpunkt im schlafzimmer (betten neu beziehen).

weil mich der karton stört, installiere ich noch den repeater. seither habe ich prima internet in der kammer! gegen eins kehrt der liebste zurück. wir essen salat mit nüssle und winterrettich, dazu matjes und hausfrauensauce. trotz des kalten und grauen wetters brechen wir zu einem spaziergang auf. das nieseln wächst sich binnen kurzem zu einem schneesturm mit großen dichten flocken und eisigem wind aus. meine brille wird schnell unbrauchbar und ich stapfe etwas unwillig mit dem liebsten mit, bis wir nach gut 6000 schritten wieder zuhause sind. danach muss ich mich erstmal aufwärmen und lege mich ins bett. wir schauen den rest von let's dance.

ich gehe noch ein wenig an den schreibtisch, bin aber unmotivert und müde. nebenbei schiebe ich das brot in den ofen. ich durchforste meine nähschachtel nach stoffresten, bändern und gummi für mundschutze, die ich in den nächsten tagen nähen möchte.

abends koche ich ein ungarisches reisfleisch aus aufgetautem szegediner gulasch, das ich mit champignons, passierten tomaten und resten von risottoreis ergänze. schmeckt überraschend richtig gut.

danach warte ich noch bis das brot fertig ist und schreibe einen einkaufszettel für die einkaufstour am dienstag. gegen neun gehe ich schlafen, 64.000 auf zeit online.


Montag, 30. März 2020

sonntag 29. märz 2020

ausgeschlafen bis nach acht neuer zeit. dann ofen anfeuern, kaffee kochen und samt kaffee wieder zurück ins bett. draußen ist es grau, aber weniger kalt als am samstag. im radio kommt ein beitrag über bonhoeffers "von guten mächten", das ich sehr mag. wir lesen noch ein bisschen und stehen dann auf. es gibt ein richtiges sonntagsführstück mit gekochten eiern und lachs, dazu eine katholische messe im deutschlandfunk, bei der ein aramäischsprechender diakon der syrisch-orthodoxen nachbargemeinde stimmgewaltig mitwirkt. sehr schön. der liebste entdeckt einen greifvogel auf dem zaunpfahl. ich sehe ihn nur noch davonfliegen, vermutlich war es ein baumfalke.

wir bleiben in der nähe des ofens und ich lese im netz herum. mittags spreche ich mit meinen eltern. mein telefon bricht leider alle paar minuten die verbindung ab. mit dem gerät des liebsten geht es dann besser. meines mag irgendwie keine temperaturunterschiede. draußen stürmt es, immer wieder geht ein regenguss nieder.

ich überzeuge den liebsten, noch einen kleinen spaziergang zu machen, bevor er den grill anfeuert. wir nehmen den weg durchs dorf und dann richtung autobahn. an einem zaun hängt ein handgeschriebenes schild "liebe nachbarn, uns hat es erwischt, wir sind in quarantäne. bitte betretet unser grundstück nicht. uns geht es gut, liebe grüße g. und s." am wegesrand sehen wir wieder waldsterne je näher wir der autobahn kommen, umso kälter und schneidender wird der wind. deshalb gehen wir wirklich nur bis zur autobahn und dehen dort um.

der liebste heizt den grill an, holt feuerholz ins haus setzt sich wieder hinter den ofen, ich mache noch eine gartenrunde. viele narzissen sind umgeknickt durch den wind. sonst sieht es gut aus. ich spreche a. über die straße hinweg an, ob wir ihr dinkelmehl mitbringen sollen. als sich ein regenguss nähert gehe ich auch zurück ins haus. danach erleben wir echtes aprilwetter. sturm, regen, hagel, dazwischen kurz sonne. obwohl der wind einmal den grill umwirft, gelingt es dem liebsten ein vorzügliches essen zuzubereiten (line-up wie gestern: wasserbüffelbratwurst, halloumi, rote rahnen, dazu red cabbage slaw). danach sitzen wir weiter gemütlich und lesen.

kurz vor acht brechen wir auf, stellen das wasser ab und den kühlschrank aus, denn es ist wieder frost angekündigt. wir holen noch zwei liter frische milch von der milchtankstelle und sind bald in berlin. ich setze einen brotteig an und dokumentiere alle schritte für meine mutter, die gerade ihren ersten sauerteig pflegt. anschließend schaue ich noch die zweite folge von "unorthodox" bei einer tasse tee, der liebste wirkt an seinem rechner. gegen 23 uhr gehen wir schlafen, ich fühle mich aber noch sehr wach und schaue deshalb noch ein bisschen Let's Dance. irgendwann bin ich dann auch müde und schlafe ein. ca 60.000 infizierte auf zeit-online.


Sonntag, 29. März 2020

samstag 28. märz 2020

gegen sechs wache ich auf. ich versuche nochmal einzuschlafen und höre radio. schließlich stehe ich auf, heize den ofen an, setze kaffee auf. draußen ist alles mit reif überzogen, es sieht aus wie im märchen. die sonne kommt im osten über die häuser als ich mit zwei bechern kaffee ins bett zurückkehre.

irgendwann nach acht stehen wir auf und frühstücken. ein wochenendfrühstück mit ei und dem oranienburger generalanzeiger. der landkreis OPR riegelt sich ab. "touristische einreisen" sind per allgemeinverfügung verboten, das gilt auch für leute mit zweitwohnsitz in OPR, es sei denn sie sind sowieso schon dort. die asklepios-klinik in birkenwerder bittet die bevölkerung, mundschutze zu nähen und der klink zu spenden, eine nähanleitung der uniklinik dresden ist verlinkt.

dann gartenrunde mit kaffee. der frost der letzten nächte hat die blüten von forsythie und die zierquitte braun verfärbt, einige triebe von rosen und hortensien sind auch erfroren. die obstbäume sind weiter in wartestellung, aber sonst treibt alles kräftig aus und auf unserer wiese sind viele narzissen dazugekommen.


wir sprechen über die straße weg mit a. und erfahren, dass es hier schwierig ist, an dinkelmehl zu kommen. danach gehen wir erstmal wieder rein zu unserem warmen ofen.

ich lese etwas im internet, zu meiner täglichen leseliste ist nun auch das corona-blog von j. hinzugekommen. die sonne heizt das haus kräftig auf, wir lassen den ofen ausgehen und machen irgendwann sogar die terassentüren auf. als mittagessen teilen wir uns zwei bananen. während der liebste ein mittagsschläfchen macht, ziehe ich die gartensachen an, reiße vogelmiere aus und schneide oder breche vertrocknetes von den stauden ab. im vorgarten traue ich mich auch, den boden etwas zu lockern und die vogelmierereste unterzuarbeiten, denn da weiß ich einigermaßen sicher, wo etwas wächst und wo sicher nicht. in den restlichen beeten halte ich mich mit der hacke lieber zurück. n. radelt vorbei und d. kommt kurz danach auch vorbeigelaufen. auf dem dorf ist es deutlich leichter, leute zu sehen ohne sich zu nahe zukommen.

ich nehme einige dachwurz- und sedumableger aus dem vorgarten und pflanze sie in alte blumentöpfe. wenn sie angewachsen sind, sollen sie zu h. umziehen. außerdem pflanze ich die helleborus-setzlinge von meiner mutter hinter dem schuppen in die erde und gieße alles gut an. währenddessen ist familie k. eingetroffen und baut im nachbargarten ein zelt auf. wir grüßen uns über den zaun. später unterhalte ich mich mit a. über den anderen zaun hinweg, der gerade sein besteck-mobile entwirrt. er hat kurzarbeitergeld und die hilfen für kleine unternehmer beantragt und berichtet von irren zahlen bei den anträgen - die behörden vergeben jetzt wartenummern für die antragstellung weil sonst deren server zusammenbrechen. ich freue mich über seine zuversicht, er geht davon aus, dass er die sache übersteht - jedenfalls solange die baumärkte aufbleiben und er sich in haus und garten beschäftigt halten kann.

der liebste kommt heraus und wir trinken kaffe auf den treppenstufen. ich erläutere dem liebsten, dass wir riesen-rahnen haben und er lieber jetzt schon den grill anheizen soll, was er auch brav anfängt, während ich meine gartenutensilien wieder einräume. gegen fünf werde ich übermütig und mache uns gin tonic. beim ersten schluck wird mir klar, dass eine der hauptzutaten von tonicwater zucker ist. hm. wir trinken den drink trotzdem, es fühlt sich an wie sommer.

kaum ist die sonne weg, wird mir draußen zu kalt, ich ziehe zürück auf den sessel und lese. der liebste repariert die gerissenen zaunseile. ich gehe auch nochmal raus und wir gucken dem auto unter die haube, das manchmal seltsame geräusche macht. wir sehen nichts. stauben ein paar trockene blätter ab und füllen wasser nach. vielleicht hilft es.

nach sechs ist unser essen fertig. es gibt red cabbage slaw, wasserbüffelbratwürste, halloumi und gegrillte rahnen, dazu rotwein. danach orange.

wir heizen den ofen nochmal an und setzen uns mit rotwein und büchern auf sessel und sofa. gegen halb neun (winterzeit) ziehen wir ins bett um und machen bald das licht aus.

Samstag, 28. März 2020

freitag 27. märz 2020

wir stehen früh auf, frühstücken zusammen, der liebste geht gegen sechs aus dem haus, ich bleibe und lese noch etwas in der küche. erster test des happy-po. funktioniert im prinzip, ich muss wohl noch etwas üben. es ist angenehmer als ich es erwartet hatte.

nach sieben ziehe ich meine sportsachen an, absolviere tag 27 des yogaprogramms, das überraschend anstrengend ist, dann schnelle umbaupause: um 8:15 logge ich mich in eine zoom-meditationssession mit meiner meditationsgruppe ein. i. leitet uns für eine halbe stunde an. danach fühle ich mich wach und klar im kopf. ein guter zustand. mir kommt in den sinn, heute damit anzufangen, ein webinar zu bauen. und zwar ganz anders als ich in den letzten tagen dachte: kein workshop per videokonferenz, sondern eher eine abfolge von offline und online mit selbststudium/selbstausprobieren der teilnehmer im wechsel mit begleitung/beratung per zoom.

k. ruft an. sie hat h. nicht erreicht und ist beunruhigt. ich beruhige k. dass bei h. alles in ordnung ist und wir in kontakt stehen, erkundige mich, wie es bei k. so aussieht.

ich ziehe mich "richtig" an und melde mich dann bei g. um mit ihr einen zoom-test zu unternehmen. klappt überraschend gut. wir tauschen uns aus über das was seit dem letzten modul so los war, wie es den anderen teilnehmern gerade so geht, was wir jetzt tun können. es ist schön, zu sehen, mit welcher zuversicht sie gerade unterwegs ist.

danach ziehe ich um an den schreibtisch. s. ruft an. sie hat sich selbst einen aktzeichenkurs erfunden, indem sie jetzt rückenakte alter meister kopiert. schöne idee. ich erzähle von meinen webinar-plänen. wir verabreden videokonferenz für die nächste woche. dann schreibtisch. h. ruft an. sie hat inzwischen die anrufe von k. entdeckt, dann mit k. telefoniert und ist jetzt beunruhigt, wir könnten beunruhigt sein. ich beruhige h. und wir reden noch ein bisschen.

mittags mache ich mir salat mit gurke und radieschen, dazu wildschweinknacker. ich lege mich ein stündchen hin und schaue unorthodox weiter. gefällt mir gut, auch wenn ich natürlich leichte schwierigkeiten habe zu glauben, dass das musikintrumentenmuseum der eingang zur philharmonie und die philharmonie ein konservatorium ist. trotzdem irgendwie schön gerade jetzt diese räume zu sehen und einen belebten potsdamer platz mit leuten in straßencafes.

ich schneide rotkraut, gelberüben, sellerie und äpfel klein und setze noch einmal red cabbage slaw für das wochenende an. diesmal mit blauschimmelkäse im dressing.

es hat 18 grad, ich bin viel zu warm angezogen, als ich mich auf den weg zu istanbul mache. ich ergänze unseren quarantänenotvorrat um schwarztee, nüsse und trockenobst.

dann zurück an den schreibtisch. der liebste kommt eine stunde früher als erwartet nach hause, es gab nichts mehr zu tun. ich bleibe erstmal am schreibtisch, dann widme ich mich dem abendessen: es gibt eine art laska, aus der restlichen rinderbrühe, mit kokosmilch, laska-paste, gelberüben, brokkoli, champignons und ramen. dazu die restlichen krabbenchips, danach das übliche orangendessert.

wir packen lebensmittel, rechner, bücher usw. fürs wochenende ein und steigen gegen 7 ins auto. unterwegs telefoniere ich mit meinen eltern. die situatuation im nur wenige kilometer entfernten elsass nimmt sie verständlicherweise sehr mit. sie selbst halten weiter tapfer die stellung und kämpfen mit dhl um eine korrekte zustellung ihrer kaffeebestellung. wir überlegen, ob packstation eine gute lösung sein könnte. vermutlich ja, ich bin aber auch nicht mehr ganz sicher, wie die packstation aktuell genau funktioniert, da ich sie eigentlich nur zum versenden verwende.

ankunft bei der milchtankstelle. die automaten verkaufen uns drei liter milch und fünf wasserbüffelbratwürste. dann am haus. es ist immernoch warm, im haus 10 grad, aber der himmel ist klar und es ist frost angekündigt.

wir trinken noch eine tasse tee und lesen, dann schlafen wir kurz nach neun. 50.000 infizierte.

Freitag, 27. März 2020

donnerstag 26. märz 2020

mit dem liebsten um kurz nach fünf aufgestanden. gefrühstückt, zeitung und internet gelesen, eine vertrauenswürdige buchhandlung in ludwigsburg recherchiert, die vor ort ausliefert und dort zwei bücher als geschenke bestellt und bei unserem antiquariat einen auftrag für ein krimi-paket für meine schwiegermutter aufgegeben.

anschließend wohnung sortiert, yoga-programm absolviert und dann unter die dusche. danach war es dann überraschenderweise schon halb zehn. da ich mich um halb elf mit der frau vom sanitätshaus in der physiopraxis am walther-schreiber-platz verabredet hatte, machte ich mich sofort zu fuß auf den weg nach steglitz.

ein herrlicher tag, kalt, aber nicht mehr eisig, strahlender sonnenschein, immer mehr blühende bäume und sträucher an der straße. es ist nichts los, kaum fußgänger, wenig autos. auch vor den geöffneten lebensmittelläden ist es ruhig. in einigen der kleinen geschlossenen läden wir renoviert und umgeräumt. vermutlich nutzen die inhaber die zeit so produktiv es geht.

nach gut 40 minuten fußweg bin ich da. ich schrubbe brav nach dem ankommen die hände und warte auf die sanitätsfrau. die neuen bandagen sitzen super, so dass ich schon bald wieder entlassen bin. fußweg zurück.

zuhause angekommen, es ist noch nichtmal zwölf, befällt mich großer hunger. ich bin längere fußwege offensichtlich nicht mehr gewöhnt oder es ist das frühe aufstehen und frühe frühstück. spontanes mittagessen aus gut durchgetrockneten wildschweinknackern und einer scheibe brot mit quark und banane. danach sehe ich aus neugier die ersten zehn minuten von "unorthodox" auf netflix und lege dabei wäsche zusammen. ich bin begeistert, einige der schauspieler aus "shtisl" wiederzuerkennen. das wird gut, ich freue mich auf die serie.

ein paket kommt an: ein happy-po. hm. brauchen wir das? neugierig bin ich schon.

ich richte noch etwas nüsse und apfelschnitze und gehe an den schreibtisch. um eins dann video-mittagspause mit h. das ist sehr schön und wir verquatschen uns etwas. danach dringender schreibtischbedarf! um vier die nächste videokonferenz mit m. das geht sehr fix und wäre vermutlich auch gut am telefon gegangen, aber ich will ja mit zoom üben. mehr schreibtisch.

irgendwann nach 5 kommt der liebste zurück, ich kann aber gerade nicht unterbrechen. als ich fertig bin, richte ich das abendessen: rinderbrühe von gestern mit champignons, brokkoli und gelberüben zu einer suppe veredelt, dazu frisch frittierte krabbenchips, die ich beim aufräumen im schrank fand und salat aus mixed greens mit gurke und radieschen. anschließend die übliche orange für zwei.

zurück an den schreibtisch. ich schaue matt walker: sleep is your superpower an und sketchnote dabei. danach noch eine tasse tee und wir schauen nochmal ein stück kitchen impossible an. einschlafen irgendwann gegen 22 uhr. letzter stand auf zeit online: 44.000.

Donnerstag, 26. März 2020

mittwoch 25. märz 2020

zusammen mit dem liebsten stehe ich auf, wir frühstücken roggenbrot, schinken käse, kaffee. viertel nach sechs bricht der liebste auf zur arbeit. ich trinke noch eine tasse kaffee, und setze im crocky eine rinderbrühe mit gemüse an.

dann lese ich eine erste runde internet und lade meine eltern für den nachmittag zu einer videokonferenz ein. das yoga-programm ist heute sehr ruhig und ich komme problemlos mit. um neun bin ich zurück am schreibtisch. zwischendurch telefonat zur gestaltung der wikipedia-wellness-flyer.

mittags mache ich mir salat: die mixed greens aus der marktschwärmerei, dazu gurke, radieschen, kürbiskerne, feta und ein bisschen sardelle, danach ein paar getrockente aprikosen und datteln.
inzwischen sind erdbeeren und sanddornmark aufgetaut und mit dem zucker durchgezogen, ich verwandele sie in 5 gläser marmelade. die riecht sehr sehr gut und ich muss mich sehr beherrschen nicht zu probieren. aber in zwei wochen ist karfreitag, so lange werde ich ja wohl noch durchhalten.

ich lege mich für eine dreiviertel stunde aufs bett und schaue den teil von kitchen impossible, den ich gestern verschlafen habe. danach zurück an den schreibtisch.

kurz vor vier rufe ich meine eltern an. schnell können wir uns gegenseitig in der zoom-app sehen, nach einigem hin- und her und neustarten auch hören. dann telefonieren wir gemütlich. es ist doch mal was anderes, sich dabei auch zu sehen und meine mutter hat extra blumen aus dem garten geholt.

danach weiter schreibtisch bis der liebste kurz vor sechs zurückkommt. crocky hat mittlerweile die brühe fertiggestellt, ich verwandele einen teil der brühe mit frischen lauchringen, ramen und dem gekochten fleisch in eine feine suppe. dazu nochmal eine handvoll der mixed greens für jeden, anschließend teilen wir uns wie üblich noch eine orange.

ich gehe nochmal zurück an den schreibtisch, höre erst den drosten-podcast und schaue dann noch einen TED-talk, diesmal Erin McKean: The joy of lexicography. ein lustiger bildhafter talk zu dem mir viele visualisierungen einfallen, auch wenn ich mal wieder nicht so genau weiß, was mir der vortrag eigentlich sagen will, aber ich habe jetzt immerhin diverse bilder im kopf, was die funktionen eines wörterbuches angeht.

danach mache ich mich kurz nach acht bettfertig. wir schauen nochmal etwas kitchen impossible und ich schlafe bald darüber ein. zeit online meldet abends über 37.000 infizierte.