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Sonntag, 5. September 2010

womit habe ich das verdient?


photo: gewoonbob, CC 2.0

kurzes update in sachen kachingle:

im august habe ich an 11 seiten durchschnittlich 45 cent ausgeschüttet. mein eigener kachingle-kontostand hat sich auf 2,92 dollar erhöht, davon 1,85 dollar aus dem august. ich nähere mich meiner ersten auszahlung...und den berühmten kaffee bei starbucks kann ich mir damit auch schon bald leisten :-)

schwierig daran könnte allerdings werden, dass der starbucks in der nähe hier gerade aufgegeben hat. an seiner stelle hat das kochhaus neu eröffnet. das leicht merkwürdige konzept: angeboten werden jeweils 20 verschiedene rezepte inklusive zutaten. was sich merkwürdig liest, überzeugte beim anschauen: es handelt sich durchweg um interessante aber einfach zuzubereitende gerichte, die setpreise für je 2,4, oder 6 personen sind ok, die angebotenen zutaten von hoher qualität, das ganze überaus ästhetisch dargeboten. da es auch noch kaffee und ein paar tische gibt, hoffe ich, dass der laden lange genug überlebt, dass wir einige der rezepte ausprobieren können...

Samstag, 31. Juli 2010

kachingle und flattr - erfahrungen und überlegungen

zwei monate bei kachingle - und noch kachingle ich mich hier (anomyerweise) ausschließlich selbst. das hat dazu geführt, dass von meinen zweimal 5 dollar mittlerweile knapp über 1 dollar auf meinem eigenen konto gelandet sind, bzw. landen werden, denn noch habe ich die mindestsumme für eine auszahlung (3,35) noch nicht erreicht. meine zahlungen an andere blogs sind von durchschnittlich 1,67 im juni auf 0,83 in juli gesunken, die 5 dollar verteilen sich inzwischen einfach auf deutlich mehr seiten.

die zahl der kachinglebaren seiten ist auf 290 gestiegen. das ist gar nichts im vergleich zu den vielen hundert flattr einladungen, die auf zahlreichen blogs in den letzten wochen wie warme semmeln weggegangen sind. ich halte kachingle weiterhin für das sinnvollere system, aus mehreren gründen: es ist einfach. es ist transparent. die vorgegebenen 5 dollar entheben mich jeder entscheidung darüber, was mir netzinhalte oder social payment im netz wert sind. die zahlungsströme sind in jeder richtung öffentlich einsehbar, es kann aber trotzdem anonym kachinglet werden. das medaillon (der button) lässt sich leicht in die eigenen seiten integrieren. ich muss das medaillon auf seiten, die ich unterstützen möchte, nur ein einziges mal anklicken. ich unterstütze eine ganze seite oder einen bestimmten autor, aber nicht einzelne blogpostings. meine wertschätzung richtet sich an ein projekt/blog als ganzes, und soll nicht einzelne inhalte belohnen, nur weil dort z.b. mein lieblingsfeind durch den kakao gezogen wurde. diverse mit kachingle zwischenzeitlich ausgetauschte mails haben mir außerdem gezeigt, dass die leute dort kompetent, hilfsbereit und noch dazu rund um die uhr ansprechbar sind.

trotzdem gibt es auch kritische aspekte, die sowohl für flattr als auch für kachingle gelten, insbesondere wenn man an skaleneffekte denkt und wenn man sich fragt, ob nicht andere "lohnendere" finanzierungmodelle sinnvoller wären. bei beiden systemen verflacht der effekt gerade für kleinere blogs stark sobald starke teilnehmer an den start gehen. bei 50.000 besuchen sind dann auch kleine beträge viel geld. nützliche gedanken hat sich zu diesen fragen andreas griess gemacht.

Sonntag, 18. Juli 2010

blog warming post

neues blog, neues glück.

die alten beiträge ziehe ich auch noch hierher um, dauert aber noch ein wenig.

grund des umzugs ist in wirklichkeit kachingle. zu bewundern rechts von hier. und eigentlich geht es mir nicht unbedingt darum, mit diesem blog geld zu verdienen, sondern eher darum, micrpayment-modelle für paid content im internet bekannter zu machen und auszuprobieren.

deshalb habe ich mich vor einigen wochen bei kachingle angemeldet. ein freund meinte dazu, so ein blöder name könne nur deutschen einfallen. aber weit gefehlt. kachingle ist ein kunstwort, gebildet aus "kaching!!" und "jingle". letzteres ist das mit den bells an weihnachten und "kaching!!" ist das, was amerikanische kinder rufen, wenn sie kaufmannsladen spielen und am ende kassiert wird.

kachingle wurde gegründet von cynthia typaldo (interview mit der kachingle-gründerin auf golem.de), einer netten älteren dame mit hund, und erfreut sich lustigerweise in deutschland ganz besonderer beliebtheit. neben dem hohen maß an gegenseitigem vertrauen in deutschland, dass auch für das besonders gute funktionieren von ebay hierzulande sorgt, dürfte die anhaltende debatte über refinanzierungsmöglichkeiten für internetinhalte ein grund sein. neben kachingle gibt es mit flattr sogar bereits ein konkurrenzprojekt, das zu beobachten sich ebenfalls lohnt.

die anmeldung bei kachingle geht mit der überweisung von 5 $ per paypal an kachingle einher, die sich danach monatlich wiederholen wird. blogs, die an kachingle teilnehmen und die ich unterstützen will, kann ich dort einmal auswählen. ein cookie misst von da an, wie oft ich die unterstützen blogs aufrufe und verteilt dann 85% meiner 5$ im verhältnis der seitenaufrufe an diese blogs.

und wenn man sich schon anmeldet, um andere zu unterstützen, liegt es natürlich nahe, sich auch selbst unterstützen zu lassen. einerseits sieht man dann, ob und wie es funktioniert, andererseits könnte ja sein, es gibt jemand, der gerne mitliest und mir ab und zu ein paar cent gönnt. gesagt getan, ab jetzt wurde es kompliziert - was nicht an kachingle lag. unter anderem aus gründen der einfachheit hatte ich mich für kachingle statt für flattr entschieden (fester betrag, kein ständiges anklicken einzelner beiträge).

allerdings stellte sich mein bloghoster als widget-misstrauisch heraus: das kachingle-medaillon, jetzt rechts zu bewundern, verwandelte sich nur in wirren codewelsh. einige emaildialoge mit den eifrigen kachingle-mitarbeitern später war klar: es muss ein anderer bloghost her, oder es wird nichts. damit es was wird, bin ich jetzt hier gelandet. ob und was es mir einbringt, wird berichtet werden. (btw. trotz nicht funktionierendem medaillon habe ich für den monat juni bereits 57 cent bekommen, ich vermute, das ist auf die textaktivitäten der kachingler zurückzuführen, den auf meinem blog, hat es bisher nie funktioniert).