Montag, 5. Februar 2018

was machst du eigentlich den ganzen tag? februar 2018

der wecker klingelt um 6:30 und meine tageslichtlampe schaltet sich ein. ich ignoriere beides bis kurz nach sieben. um 7:15, nach der presseschau im deutschlandfunk, gehe ich ins bad. anschließend ziehe ich mich an und fange an frühstück zu richten. der besuch ist schon wach und strebt ebenfalls ins bad. ich fische die kefirknolle aus dem joghurtglas, schneide sie in zwei teile und fülle eine hälfte in ein kleines gläschen für die gäste zum mitnehmen. meine hälfte setze ich neu an.

wir frühstücken. der miniaturgast ist fröhlich und robbt samt decke rückwärts unter den tisch. um halb neun trockne ich die haare, packe die reste vom freitag für die mittagspause ein und verabschiede die besucher. mit dem bus komme ich kurz vor neun am potsdamer platz an. ein ruhiger tag, es sind schulferien in berlin und wenig los. ich telefoniere kurz mit dem liebsten, der besuch ist gut in die bahn gestiegen. dann gehe ich ans werk. gegen eins wärme ich spaghetti, brokkoli und bolognese in der mikrowelle auf. leider ist nicht alles richtig heiß. ich esse es trotzdem. die bolognese schmeckt auch heute noch super. nudeln und brokkoli nur so mittel.

ich drehe meine übliche mittagsrunde durch den eisigen aber besonnten tiergarten. währenddessen telefoniere ich mit meiner mutter, die ihre zahn-op gut überstanden hat und guter dinge ist. zurück im büro schlachte ich einen schokoladenweihnachtstroll, der noch in meinem schrank lag. danach bekomme ich bauchschmerzen und muss den restlichen nachmittag magen-darm-tee und kamillentee trinken. ich habe den brokkoli im verdacht, vielleicht ist es auch der troll. um 18:15 beende ich mein werk und gehe zum bus. ich telefoniere kurz mit dem liebsten, der spontan bei der arbeit ausgeholfen hat trotz freiem tag und dafür nun einen 50-euro-restaurantgutschein spendiert bekommen hat. nicht schlecht, wirklich eine schöne geste.

ich fahre richtung sport und höre vom bus aus nochmal nach wie es meiner mutter mit dem zahn geht. sie ist einigermaßen vergnügt. ich bin zu früh in der physiopraxis und nutze die gelegenheit, vor dem spiegel noch etwas toe-heel-swivel zu üben. beim sport geht es dann um kraftausdauer. angenehm, da es langsame übungen sind, bei denen es darauf ankommt, präzise bewegungen zu machen. das liegt mir mehr als irgendeine hampelei. die sportgruppe hat vor einer woche zusammengelegt um dem trainer einen  buchgutschein zum geburtstag zu schenken - jetzt ist plötzlich eine ganz andere stimmung in der gruppe und es wird deutlich mehr gelächelt und gequatscht. schön. danach sind meine beine aus gummi und ich steige mit wackligen knien aus dem 4. stock ab. c. aus dem sport berichtet mir noch von seinen wirklich erstaunlichen akupunktur-abnehmerfolgen. allerdings leidet er jetzt an burger-mit-pommes-heißhunger-träumen.

die sollen nun mit kimchi bekämpft werden. ich bewundere das frische kimchi aus dem asia-shop und verpasse prompt meine bushaltestelle. ich stapfe nach hause und werde von dem liebsten und dem zurückgekehrten besuch von letzter woche empfangen. nach einer tasse tee widme ich mich der einrichtung des neuen laptops mit itunes und podcast-abos. der liebste verlängert derweil das gemüse von gestern mit weiterem gemüse und fenchel-salsiccia und wäscht salat. wir essen und reden noch ein bisschen darüber weshalb es in wien keine gemüsekisten gibt. dann gehe ich ins wohnzimmer und schreibe diese zeilen. (inspiriert von frau brüllen.)

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